OBS geht Partnerschaft mit Cognita ein

Cognita

OBS sieht mit der Beteiligung durch die international führende Schulgruppe Cognita ihre zukunftsorientierte und digitale Ausrichtung bestätigt.

Die mehrheitlich von der Jacobs Holding AG, mit Sitz in Zürich, gehaltene Schulgruppe Cognita beteiligt sich an der Obersee Bilingual School (OBS) und geht eine langfristige und weitreichende Partnerschaft mit der Schweizer Privatschule ein. «Was mit einem Interessensaustausch im November 2019 begann, mündet heute in eine langfristige Partnerschaft», so kommentiert Uwe Feuersenger, Geschäftsführer der OBS und CEO der Bold Brains AG, den Einstieg der international renommierten Schulgruppe bei der OBS.

Mit diesem Schritt setzt sich die Erfolgsgeschichte der OBS fort, denn mit Cognita gewinnt sie nicht nur einen starken Partner, der mit 85 Schulen in 12 Ländern zu den weltweit führenden Privatschulbetreibern gehört, sondern auch einen Unterstützer der eigenen Vision: «Schülerinnen und Schüler auf die komplexen Herausforderungen ihrer Zukunft vorzubereiten»

Von Anfang an hat die OBS eng mit Wissenschaft und Forschung zusammengearbeitet und so z.B. in Zusammenarbeit mit der PH Graubünden ihren bilingualen und immersiven Unterricht in deutscher und englischer Sprache entwickelt. Mit dem Einstieg der Bold Brains AG und Uwe Feuersenger als Geschäftsführer begann an der OBS bereits 2017 die Digitalisierung und führte zu zukunftsorientiertem, technologieunterstütztem und schülerzentriertem Lernen. Diese Entwicklung wurde von hochkarätigen Experten aus den Bereichen Bildung, Psychologie, Technologie, Neurowissenschaften und Kindesentwicklung wissenschaftlich begleitet.

Im Frühjahr 2020 stellte der coronabedingte Lockdown die OBS vor eine Bewährungsprobe. Vom ersten Tag der Schulschliessungen an erhielten die OBS-Schüler in ihrer gewohnten Klassenzusammensetzung digitalen Ganztages-Unterricht, das heisst, der Unterricht wurde konsequent und durchgehend digital fortgeführt. Nach Beendigung des Lockdowns und der Wiedereröffnung der Schulen konnten Schülerinnen und Schüler, die Quarantänemassnahmen befolgen mussten, weiterhin digital am Unterricht teilnehmen und sich mit ihren Lehrpersonen und Mitschülern austauschen. Dieses hybride Modell wird aufgrund seines Erfolges an der OBS fortgeführt.

Cognita ist eine wachsende Gruppe vielfältiger Schulen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: eine inspirierende Welt der Bildung zu schaffen, die das Selbstvertrauen stärkt und den Einzelnen zum Erfolg befähigt. Cognita erreicht dies durch den globalen Austausch von Fachwissen, Erfahrungen und Bildungspraktiken. Cognita engagiert sich außerdem stark für das Wohlbefinden von Schülern und Lehrpersonen sowie für technologiegestütztes Lernen und hat in dieser Hinsicht weltweit erhebliche Investitionen getätigt, um die Kontinuität während und nach der Pandemie zu gewährleisten.

Uwe Feuersenger begründet die Partnerschaft mit der Einigkeit hinsichtlich Vision und Umsetzung und der gemeinsamen Überzeugung, dass sich das Lernen in Schulen durch den umfassenden Einsatz von Technologie, sowie durch alternative Methoden und Inhalte weiterentwickeln muss. Des Weiteren hat Cognita über die Jacobs Holding, bzw. deren einzige Nutzniesserin, die Jacobs Stiftung, bereits eine gute Verbindung zum Schweizer Bildungswesen.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen der OBS bietet die Zusammenarbeit unter anderem Vorteile in Bezug auf den pädagogischen Austausch und den Zugang zu einem internationalen Schulnetzwerk. Letzteres ist insbesondere auch für Familien von Vorteil, die beruflich ins Ausland wechseln müssen und die Qualität der Schulbildung ihrer Kinder sicherstellen wollen.

Cognita setzt auf die Individualität ihrer Schulen und behält deren Charakter bei. Dies ist Stuart Rolland, CEO Europa von Cognita, auch hinsichtlich der OBS sehr wichtig. «Die OBS hat in beeindruckender Weise gezeigt, wie zukunftsorientiertes Lernen mit Unterstützung von Technologie funktioniert. In dieser Partnerschaft sehen wir deshalb einen Gewinn für die ganze Cognita-Familie.»

Über die OBS (Obersee Bilingual School)

Die OBS (Obersee Bilingual School) ist seit 2006 eine bilinguale, zukunftsorientierte Privatschule in Pfäffikon, Kanton Schwyz, Schweiz. Von Babycare bis hin zur Matura oder dem IB (International Baccalaureate) findet der Unterricht immersiv und im wöchentlichen Wechsel in Deutsch und Englisch statt.

Mit der Übernahme 2017 durch die Bold Brains AG, einem Think Tank und Entwickler von Lerntechnologie (EdTech), werden an der OBS konsequent digital unterstützte Lernformen eingeführt. Dank dieses Engagements gilt die OBS international als Vorbild für «digitale Schule» und technologiegefördertes Lernen und erfreut sich regen Interesses seitens Bildungswissenschaftlern aus dem In- und Ausland.

 

Über Cognita

Cognita wurde 2004 gegründet und ist eine aussergewöhnliche Familie unterschiedlicher, aber miteinander verbundener Schulen, die sich über 12 verschiedene Länder erstrecken. Alle Schulen verfolgen ein gemeinsames Ziel: eine inspirierende Welt der Bildung zu schaffen, die das Selbstvertrauen stärkt und den Einzelnen zum Erfolg befähigt. Mit 85 Schulen in Europa, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Asien beschäftigt Cognita mehr als 7.500 Lehr- und Hilfskräfte für die Betreuung und Ausbildung von mehr als 55.000 Schülern. Mehrheitsaktionärin von Cognita ist die Jacobs Holding AG mit Sitz in Zürich. Gemeinsam bieten die Cognita-Schulen eine einzigartige globale Bildung, die über Schulnoten hinausgeht, um allseitige akademische Exzellenz zu entwickeln – und junge Menschen mit dem Selbstvertrauen und Einfallsreichtum auszustatten, um sich in einer sich schnell verändernden Welt weiterzuentwickeln.

www.cognita.com

Nina Schnatz – Ode an den Abschied

Nina Schnatz

Ode an den Abschied

Die Schulerfahrung vieler Eltern beschränkt sich auf die eigene Schulzeit, in der man, sozusagen aus erster Hand, Schule und Bildung erlebt hat. Viele haben nach ihrer Schulzeit studiert, eine Firma gegründet und sind auf der Karriereleiter nach oben gestiegen. Daher ist es nur natürlich anzunehmen, dass die eigenen Kinder in die Fussstapfen treten sollen. Was bei mir funktioniert hat, wird auch bei meinen Kindern gut funktionieren, denkt man sich. Dabei wird ausser Acht gelassen, dass die heranwachsende Generation im Berufsleben nicht die gleichen Bedingungen vorfinden wird, wie es bei uns damals der Fall war.

Wir befinden uns mitten in der Digitalen Revolution, die genau wie die Industrielle Revolution zu enormen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt führt. Wie der Bedarf an Arbeitskräften in 10 bis 20 Jahren aussehen wird, können wir aktuell nur vermuten. Alte Berufe und selbst Neuere, wie Datenanalyst, wird es nicht mehr geben, da sie zum Beispiel von künstlicher Intelligenz übernommen werden.

Wie gelingt es uns nun unsere Kinder bestmöglich auf diese Zukunft vorzubereiten. Was brauchen sie, damit sie in einer Welt bestehen können, die sich schneller wandelt als jemals zuvor?

Statt Wissenserwerb steht nunmehr der Erwerb von Kompetenzen im Zentrum der Bildungspläne. Viele Länder in Europa und weltweit sind dem Deutschsprachigen Raum in dieser Hinsicht weit voraus. Allen voran Finnland und Neuseeland.

Kompetenzen kann man in klassischen Lernsettings nicht gut vermitteln, der Frontalunterricht eignet sich dafür denkbar schlecht, da dieser doch auf den Star des alten Bildungszirkus – die Lehrperson – ausgerichtet war. Dieser Fokus hat sich drastisch verändert. Inzwischen geht es um die Lernenden und ihre individuellen Bedürfnisse. (Wildt und Wildt 2011) Die Aufgabe der Lehrperson hat sich verändert, es gilt die Schülerinnen und Schüler nun zu begleiten und anzuleiten, aber nicht mehr im klassischen Sinne zu unterrichten.

Diesen Weg hat die OBS bisher bereits erfolgreich beschritten und sich den neuen Anforderungen angepasst. Die Schüler stehen im Zentrum des Lernprozesses und erhalten Hilfe und Unterstützung, um ihren eigenen, individuellen Lernweg beschreiten zu können. Von vielen Eltern wenig bemerkt hat bereits ein dramatischer Wandel in der Schule stattgefunden, den wir mit unseren eigenen Erfahrungen von Schule weder vergleichen noch bewerten können, da die Umstände und Anforderungen einfach ganz andere sind.

Um diese Wandlung nun aber konsequent zu Ende zu gehen, fehlt noch ein Bauteil im Dreieck, aus dem Bildung besteht. John Biggs hat in seinem Modell vom Constructive Alignment die Abstimmung dieser drei Bereiche aufeinander gefordert. Für ihn sollten Lernziele (vorgegeben durch die Bildungspläne), das Lehr- und Lernsetting und die Prüfungsformen eine Einheit bilden. (Biggs 1996) Zwei der Bereiche haben wir reformiert, halten aber am letzten Bereich fest, aus Angst bekannte und vertraute Muster abzustreifen.

Doch unsere Prüfungsformen sind aktuell anachronistisch. Sie sind immer noch wie zu unserer Schulzeit: am Ende einer Lerneinheit findet ein Abschlusstest statt und die erhaltene Note sagt aus, was die Schülerinnen und Schüler wissen oder eben nicht, bzw. zeigt er auf, was sie falsch gemacht haben. Die Bildungsforschung über die letzten 20 Jahren ist sich einig, dass ein Paradigmenwechsel auch im Bereich der Leistungsüberprüfung durchgeführt werden muss, hier hinken wir aber enorm hinterher. Die alten Prüfungsformen werden den neuen Lernzielen und den Unterrichtsformen aber nicht mehr gerecht. Es geht ja nicht darum was man weiss, sondern was man kann und wie man sein Wissen anwenden kann, Verbindungen herstellen, kritisch hinterfragen, sich eine eigene Meinung bilden etc. Das alles kann in einem Multiple Choice Test nicht getestet werden. (Witt und Czerwionka 2013)

Dafür brauchen wir andere Formen. Formen die positive Rückmeldung geben, nicht auf den Fehlern herumhacken. Während meiner Schulzeit hatte ich Russisch als Fremdsprache und obwohl ich eine sehr gute Schülerin war, habe ich mich kaum getraut zu sprechen, da jeder Grammatikfehler sofort als solcher entlarvt wurde. Die Lust mich auf Russisch zu unterhalten ist mir dabei vergangen und auch heute, viele Jahre danach, habe ich noch immer Hemmungen Russisch zu sprechen.

Wir wollen unsere Kinder ermutigen Fehler zu machen, und dann mit Abstand zu betrachten, zu evaluieren und daraus zu lernen. Wir wollen den Kindern zeigen, wo sie stehen und was sie machen können, um den nächsten Schritt zu gehen, eine neue Stufe zu erreichen. Dafür braucht es transparent kommunizierte Lernziele und offene Prüfungsformen, die diesen Prozess begleiten um ihn als solchen verständlich zu machen.

Ein Kind, dass seinen Fortschritt sehen kann, da es sich im Kompetenzraster eine Stufe nach oben bewegt hat, wird motiviert eine weitere Stufe zu erklimmen. Wird an dieses Kind aber der Notenschlüssel angelegt, der in der Regel eine soziale Bezugsnorm hat, also innerhalb eines Klassenverbandes den Leistungsstand widerspiegelt, ist es vielleicht immer noch ungenügend. Die Note demotiviert, während das Erklimmen einer weiteren Lernstufe motiviert.

Hätte mein Russischlehrer von damals uns motiviert zu sprechen, die Fehler entweder ignoriert, oder durch richtige Wiederholung aufgegriffen, wäre unser Selbstvertrauen in den Umgang mit der Sprache ein ganz anderes gewesen. Und mal ehrlich, worum geht es im Fremdsprachenunterricht vornehmlich? Grammatikalisch jederzeit korrekt? Konjugieren und deklinieren? Nein, es geht um die Kompetenz mit den Menschen dieser Sprache in Dialog zu treten. Die Botschaft vermitteln zu können und nicht an den Grammatikregeln im Kopf bereits zu scheitern. Ja, ich kann heute noch die Personalpronomen korrekt deklinieren, aber was bringt mir das? Treffe ich auf einen Muttersprachler, versage ich an meiner eigenen Angst, einfach drauflos zu quatschen.

Diese Angst soll die kommenden Generationen nicht begleiten, sie dürfen ausprobieren, Fehler machen, daraus lernen und mit Neugier der Welt begegnen, die sich immer schneller wandelt. Das wollen wir mit den neuen Prüfungsformen fördern. Der Massstab soll nicht innerhalb des Klassenverbandes anlegt werden, sondern die Schülerinnen und Schüler sollen individuell bewertet werden, orientiert an den Kompetenzen und Lernzielen. Gehen wir gemeinsam einen Schritt, der längst überfällig ist und ermöglichen wir der kommenden Generation ein positives Lernumfeld, zwängen wir ihnen nicht unsere Erfahrungen auf. Es ist Zeit neue Ufer zu beschreiten.

Der OBS wird eine seltene Ehre zuteil

Der OBS wird eine seltene Ehre zuteil

In der neuen Ausgabe seines internationalen Bestsellers über die Zukunft der Bildung, „The Fourth Education Revolution“, hat Sir Anthony Seldon, Vizekanzler der Buckingham University und führender Bildungsexperte, die OBS als Beispiel für zukunftsorientiertes Lernen hervorgehoben.

Lesen Sie hier den Originaltext:

 

„6. Obersee Bilingual School, Schweiz

Die Obersee Bilingual School ist eine unabhängige zweisprachige Schweizer Privatschule, die 2003 in der Nähe des Zürichsees gegründet wurde. Der pädagogische Ansatz der Schule orientiert sich an der Wissenschaft und am Feedback von Schülern, Eltern und Lehrern. Alle Schülerinnen und Schüler werden in den gleichen Fächern auf Englisch und Deutsch unterrichtet, wobei sich die Sprachen während bestimmter Zeiträume abwechseln. Auf diese Weise entwickeln die Schülerinnen und Schüler beide Sprachen gleichermassen.

Technologie spielt eine grundlegende Rolle beim Lehren, Lernen und bei der Beobachtung von Lernfortschritten. Die Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse erhalten ihren eigenen Tablet-PC, auf dem sie spielen und lernen können, ähnlich wie sie den Tablet-PC oder ein mobiles Gerät der Eltern oder Geschwister benutzen würden.

Die Schule arbeitet eng mit dem Entwickler ihrer adaptiven Lernplattform zusammen, um Bildungsinhalte in digitale Wissensbausteine zu zerlegen, die die Schüler leicht konsumieren können. Die Technologie, die in Verbindung mit Tabletts eingesetzt wird, hilft den Lehrern bei der Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts, bei der Zuweisung und Bewertung von Einzel- und Gruppenaktivitäten, bei der Kontaktpflege über Entfernung und bei der Überwachung des Wohlbefindens.

Virtual-Reality-Touren durch Rom, Pompeji oder Köln sind für Kinder unter zehn Jahren anregend, da sie leicht in die Erfahrung eintauchen können. Je älter die Schülerinnen und Schüler werden, desto stärker unterscheiden sie zwischen virtueller Realität und der Welt, in der sie leben. Bei Schulausflügen verwenden sie, wenn möglich, AR auf ihren Tabletts, um zu sehen, wie Gebäude während des Baus oder in einem früheren Zeitalter ausgesehen haben könnten. Bildungsinhalte für VR sind teuer in der Herstellung und daher begrenzt, aber sie nehmen zu.

Die plant, in den nächsten Jahren vom Kindergarten bis zum Gymnasium Noten abzulösen. Formative Beurteilungen werden aus Rätseln, Quiz, Präsentationen, Projektkollaborationen und traditionelleren Tests bestehen“.